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Internist, Kardiologe, Gastroenterologe, Diabetologe 1210 Wien

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Verdauungsbeschwerden in Form von Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall können vielfältige Ursachen haben. Oft liegen ein Reizdarmsyndrom oder eine funktionelle Dyspepsie zugrunde, Erkrankungen, bei denen nach heutigen Routineuntersuchungen nichts organisch krank ist, mithin auch keine Gefahr droht.

Manchmal ist aber die Ursache eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die mit einfachen diätetischen Maßnahmen gebessert werden kann. Wasserstoff- (H2)- Atemtests sind eine Möglichkeit, solche Nahrungsmittelunverträglichkeiten nachzuweisen.

Nahrungsmittelunverträglichkeitstest

H2-Atemtests

Der H2-Atemtest dient dem Nachweis von Zucker-Unverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz, Sorbitintoleranz) oder einer bakteriellen Fehlbesiedelung im oberen Dünndarm.

Die Beurteilung einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Dünndarms erfolgt mit dem Glukose-H2 Atemtest. Die bakterielle Fehlbesiedelung kann zu verschiedenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen. Sollte mittels dem Glukose-H2 Atemtest eine Fehlbesiedelung diagnostiziert werden, erfolgt meist eine antibiotische Behandlung.

Ablauf

Bei einem H2-Atemtest trinkt der Patient eine Zuckerlösung, z. B. Laktose (Milchzucker) und bläst in regelmäßigen Abständen in ein Messgerät ähnlich dem Alkoholtester der Polizei, nur dass hier in zeitlichem Intervall mehrfach Wasserstoff (H2-Gehalt in der Ausatemluft) gemessen wird.

Hintergrund ist, dass der Zucker bei vorliegender Fehlverdauung in den tieferen, bei einer Fehlbesiedelung bereits in den oberen Darmabschnitten von Bakterien verstoffwechselt, dadurch H2 (Wasserstoff) freigesetzt und anschließend über die Ausatemluft abgeatmet wird.

Die Werte werden protokolliert, ebenso wie damit verbundene Beschwerden des Patienten. Sie erlauben insgesamt einen Rückschluss darüber, ob für die betreffende Zuckersubstanz eine Aufnahmestörung oder Aufnahmeschwäche besteht.

Die Kosten für die Atemtests zur Beurteilung einer Nahrungsmittelunverträglichkeit werden von den Krankenkassen nicht übernommen und sind daher eine Privatleistung.

Download: Vorbereitung H2-Atemtest zum Ausdrucken

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